Spökfabrik
 
 

Quelle: NORDWEST-ZEITUNG, SONNABEND 16. JANUAR 2016:



Besuch bei „Eltern“ von Flux und Fluse

Ina Clement und Tom Mildner haben die beiden Maskottchen zum Leben erweckt

Ein Zusammenstoß über Oldenburg hat Flux und Fluse zum NWZ-Kinderclub gebracht. Klar. Aber wer hat sich diese abgefahrene Geschichte eigentlich ausgedacht?

Das waren Ina Clement und Tom Mildner. In ihrer Fantasie ist alles möglich: Da bringt die Nordsee mit der Flut Klabauterlinge an die Küste und Außerirdische landen in ihrem Garten – oder auf dem Medienhaus der Nordwest-Zeitung in Oldenburg, wie Flux.
Die besten Ideen hat Tom entweder bei Spaziergängen an dem Fluss Weser in Bremen – dort leben die beiden nämlich – oder kurz vorm Einschlafen. „Ich muss noch arbeiten. Ich leg mich mal hin“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Ideen beim Skizzieren

Die Figuren Flux und Fluse hat Ina gezeichnet. Sie ist von Beruf Illustratorin. Illustratoren malen Bilder zu Geschichten, etwa in Büchern oder Comics. Wenn Ina neue Figuren entwirft, setzt sie sich erstmal mit Papier und Bleistift an den Schreibtisch und fängt an zu zeichnen, was ihr gerade in den Kopf kommt. Skribbeln oder skizzieren nennt man das. „Dabei kommen mir immer neue Ideen“, erzählt Ina.
Die besten Entwürfe scannt sie ein. Jetzt sind die Figuren auf ihrem Computer. Mit einem speziellen Stift kann Ina auf dem Grafiktablett weitermalen. Sie kann zum Beispiel die Form der Figuren verändern oder verschiedene Farben ausprobieren.

Gegenseitige Tipps

Zwischendurch guckt sich auch Tom die Zeichnungen immer wieder an. Er sagt Ina dann, was ihm gut gefällt und was vielleicht besser wäre. Umgekehrt macht Ina es genauso mit den Geschichten, die Tom sich ausdenkt. „Es ist für uns beide sehr gut, dass wir zu zweit arbeiten. So können wir uns immer wieder Tipps geben, was eventuell besser wäre“, sind sich die beiden einig.

Spökfabrik gegründet

Seit fünf Jahren arbeiten Ina und Tom in ihrer eigenen Firma zusammen. Diese heißt Spökfabrik. Vielleicht kennt ihr das Wort „spööken“. „Das ist plattdeutsch und bedeutet ,spuken’. Oder ,Spökes’ – das heißt soviel wie ,Quatsch, Spaß’“, sagt Ina.
Das passt. Denn Tom und Ina haben viel Spaß bei ihrer Arbeit. „Es ist genau das, was wir immer machen wollten: fantasievolle Geschichten für Kinder“, erzählt Tom. „Als wir die Spökfabrik gegründet haben, hatten wir auch ein bisschen Angst. Schließlich mussten wir damit Geld verdienen. Wir wussten ja nicht, ob jemand unsere Spiele, Bücher und so weiter kauft.“
Das hat auf jeden Fall geklappt. So haben jetzt auch ihre Leser und die Spieler der Spök-Spiele Spaß. Ihr Memo-Spiel mit den Klabauterlingen ist zum Beispiel nicht nur ein normales Memory. Dazu gehört auch eine Geschichte: Die fantasievollen Klabauterlinge müssen sich vor der griesgrämigen Krakunke in Acht nehmen. Dabei können auch die Spieler ihrer Fantasie freien Lauf lassen: Sie können sich neue Regeln ausdenken oder die weißen Joker-Karten selbst gestalten.
Für Spökes beim Lesen ist in der NWZ gesorgt: Neue Flux & Fluse-Comics findet ihr jeden Sonnabend auf der Kinderseite und im NWZ-Kinderclubmagazin.